ADAC Staubilanz 2025: Staus in Bayern nehmen im Vergleich zum Vorjahr zu
+++ Stauschwerpunkt erneut Ende Juli +++ Bayernweite Spitzenreiter bei den Staukilometern waren 2025 die Autobahnen A3 und A9 +++

Nordbayern. In Bayern gab es im vergangenen Jahr einen leichten Zuwachs bei den Stauzahlen im Vergleich zum Vorjahr. In Summe kam der Freistaat auf 87.800 Staus mit 63.545 Stunden Dauer auf einer Gesamtlänge von 145.622 Kilometern. Im Vorjahr waren es noch 86.929 Meldungen mit 62.681 Stunden und 140.936 Kilometern. Auch bundesweit nahm die Gesamtlänge und -dauer der Staus im Jahresvergleich zu. Hier gab es 2025 insgesamt 478.154 Stunden Stau (plus sieben Prozent) mit 865.869 Kilometern Länge (plus ein Prozent).
Die meisten Staumeldungen und -stunden in Bayern waren Ende Juli (Kalenderwoche 30) mit 2729 Meldungen, 2269 Stunden auf einer Länge von 5471 Kilometern zu verzeichnen. Dies ist im jahrestypischen Sommerreiseaufkommen begründet. Die Kalenderwoche eins im Januar war wiederum Spitzenreiter bei der Staulänge (6030 Kilometer). Der schlimmste einzelne Stautag in Bayern war ebenfalls im Januar: So staute es sich am 5.1.2025 bayernweit auf insgesamt 3188 Kilometern. Der Spitzenreiter in Bezug auf die Staudauer lag hingegen im August. Am 1.8.2025 betrug die Staudauer insgesamt 425 Stunden. Stauträchtigster Wochentag über das Jahr gerechnet war bundeslandweit der Donnerstag.
Führend bei den Staukilometern war im Freistaat weiterhin die A3 mit insgesamt 24.980 Kilometern, auch wenn es im Vergleich zum Vorjahr dort einen leichten Rückgang gab (2024: 28.759 Kilometer Stau). „Die A3 war bisher vor allem in Nordbayern infolge des sechsstreifigen Ausbaus zwischen den Autobahnkreuzen Biebelried und Fürth/Erlangen ein Stauschwerpunkt, was sich infolge des Baufortschritts etwas entspannt hat“, erläutert Jürgen Hildebrandt, Leiter Verkehr, Technik und Umwelt beim ADAC Nordbayern. Den zweiten Platz nahm 2025 die A9 ein. Hier waren es insgesamt 22.722 Kilometer. Bei der Gesamtdauer der Störungen war letztes Jahr die A8 mit insgesamt 10.844 Stunden führend, gefolgt von der A3 mit 10.433 Stunden. Bei den Autobahnabschnitten war die A8 zwischen Salzburg und München in beide Richtungen bezüglich der Kenngröße Staudauer am meisten belastet. Hinsichtlich der Staulänge war es die A9 zwischen Nürnberg und München mit insgesamt 15.962 Kilometern in beiden Fahrtrichtungen, gefolgt von der A8 zwischen Salzburg und München mit insgesamt 15.651 Kilometern (beide Fahrtrichtungen).
Stauschwerpunkte in Nordbayern nach Anschlussstellen
Den lokalen Stauschwerpunkt in Nordbayern bildete die A6 zwischen Pilsen und Nürnberg an den Anschlussstellen Waidhaus und Pleystein. Hier staute es sich in Fahrtrichtung Nürnberg insgesamt 1243 Stunden auf 3728 Kilometern. Dieser Teilbereich war hinsichtlich der Staulänge zugleich Spitzenreiter in Bayern, was auch in den dort stattgefundenen Grenzkontrollen begründet lag. Den zweiten Platz nahm die A93 zwischen Holledau und Regensburg (Fahrtrichtung Regensburg) an den Anschlussstellen Bad Abbach und Regensburg-Süd ein. Im Jahr 2025 waren dort 3442 Kilometer Stau zu verzeichnen. Platz drei bei den Staukilometern in Nordbayern war auf der A7 zwischen den Anschlussstellen Bad Brückenau-Volkers und Wildflecken in Fahrtrichtung Würzburg. Hier betrug die Staulänge 2160 Kilometer.
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