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Nordbayern | 26.11.2018

Mobilität auf dem Land: In Bayern lieber Auto als ÖPNV

Der ADAC hat in seiner Studie „Mobil auf dem Land“ die Zufriedenheit der Bewohner des ländlichen Raums in Bezug auf ihre Mobilität ermittelt. Das Resultat ist nicht so schlecht wie vermutet.

Nürnberg / Bayern. Der ländliche Raum bedeutet für viele Bewohner Ruhe und Abgeschiedenheit, aber gleichzeitig auch Einschränkungen in der Mobilität. Wer kein eigenes Fahrzeug besitzt hat ein Problem, so die vorherrschende Meinung. Der ADAC hat über 3.000 Bewohner des ländlichen Raumes in Deutschland zu ihrer Mobilität und deren Einschränkungen befragt und die Ergebnisse im ADAC Monitor 2018 „Mobil auf dem Land“ veröffentlicht.

Die vorherrschende Meinung soll Recht behalten, denn 86 Prozent der Befragten finden, dass man auf dem Land auf das Auto angewiesen ist. Dafür sind die Nutzer des so genannten motorisierten Individualverkehrs (MIV) gerade mit der Zuverlässigkeit der Zielerreichung auf dem Land sehr zufrieden. Trotz kleiner Verstimmungen in Bezug auf das Baustellenmanagement des weiteren Umkreises, bekommt der Straßenausbau in Bayern die höchsten Zufriedenheitswerte im Bundesvergleich.
Gegenüber der positiven Bewertung des MIV spiegelt die Meinung zum ÖPNV ein altbekanntes Bild wider: fehlende Direktverbindungen, unzureichende Taktung und eine zu lange Fahrtdauer schrecken vor einer häufigen bzw. regelmäßigen Nutzung des öffentlichen Verkehrs ab. Der Teufel steckt dabei im Detail, denn je abgeschiedener und kleiner eine Gemeinde, umso größer ist der Bedarf an Anbindung. Wiederum sind gerade diese Gemeinden kaum oder nur sehr schlecht an das ÖPNV-Netz angebunden.
Auf das Fahrrad setzt gut die Hälfte der Landbevölkerung, allerdings schafft es nicht den Sprung zum primären Transportmittel, da die zurückzulegenden Strecken im ländlichen Raum zu zeitintensiv sind. Als regelmäßige Fußgänger outeten sich Dreiviertel der Befragten und geben an, dass sie Wege zum Einkaufen, zur Freizeitgestaltung oder zur nächsten Haltestelle zu Fuß zurücklegen.

Der ländliche Raum macht in Bayern 73,3 Prozent der Fläche und 30,8 Prozent der Einwohner aus. Das ist ein Bundeanteil von 18,6 Prozent, bei insgesamt 1385 ländlichen Gemeinden. Die These „Der ländliche Raum ist bezogen auf die Mobilität ausgebremst und abgehängt“ erfährt mit 59 Prozent in Bayern eine recht hohe Zustimmung, auch wenn die Befragten generell sehr zufrieden mit der Mobilität auf dem Land sind.
 

Hier geht es zum ADAC Monitor Mobil auf dem Land 2018
Weitere Informationen auf: www.adac.de
 


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