Sicher und entspannt in den Pfingsturlaub starten
ADAC rechnet mit hohem Verkehrsaufkommen an Pfingsten | Nadelöhr auf der A8 | Experte gibt Tipps für eine entspannte Reise mit dem Auto
Nordbaden. Zum Pfingstwochenende und mit Beginn der Ferien in Baden-Württemberg erwartet der ADAC Nordbaden e.V. ein deutlich erhöhtes Verkehrsaufkommen auf den Autobahnen im Land sowie auf den wichtigsten Reiserouten in Richtung Frankreich, Österreich und Schweiz bis nach Italien. „Bereits ab Freitagmittag wird es aller Voraussicht nach voll werden auf den Autobahnen“, sagt Jürgen Herbrich, Touristikexperte des ADAC Nordbaden e.V. „Nicht nur brechen viele Menschen in den Urlaub auf, durch das lange Pfingstwochenende kommen zahlreiche Ausflügler hinzu, außerdem Pendlerinnen und Pendler auf ihrem Heimweg.“ Herbrich erwartet auch am Samstag eine sehr hohe Reisetätigkeit; ab Montag muss laut dem Experten dann mit einer ausgeprägten Rückreisewelle gerechnet werden, die vermutlich auch am Dienstag anhalten wird. „Wir gehen davon aus, dass der Sonntag am entspanntesten sein wird“, so Herbrich weiter.
Ein Nadelöhr bleibt weiterhin die Baustelle auf der A8 bei Pforzheim. „Hier kann es zu Verzögerungen kommen, die nur schwer abzuschätzen sind“, sagt der ADAC Experte. Eine Vollsperrung auf der südlichen A5 im Bereich der Anschlussstelle Herbolzheim erfolgt zwar erst nach dem langen Pfingstwochenende, dauert aber voraussichtlich bis Anfang Juli. Besonders betroffen sind die Verbindungen ins Elsass und nach Frankreich, die klassischen Alpenrouten Richtung Österreich sowie wichtige Transitstrecken in die Schweiz nach Italien. Durch den zeitgleichen Ferienbeginn in Baden-Württemberg und Bayern rechnet der ADAC auch im angrenzenden Ausland mit starkem Reiseverkehr und möglichen Wartezeiten an Grenzübergängen.
Vollsperrung der Brennerautobahn am 30. Mai
Reisende in Richtung Italien bzw. zurück sollten besonders den Samstag, den 30. Mai, im Blick haben. Aufgrund einer Demonstration wird die Brennerautobahn zwischen der Mautstelle Schönberg und dem Brenner von 11 bis 19 Uhr in beide
Richtungen gesperrt. Auch die parallel verlaufenden Ausweichstrecken sind betroffen. Das Land Tirol empfiehlt deshalb, den Brennerraum großräumig zu umfahren.
Tipps für eine entspannte und sichere Fahrt in den Urlaub
„Die Grundvoraussetzung sollte immer sein, ausgeruht in die Urlaubsfahrt zu starten“, sagt Jürgen Herbrich vom ADAC Nordbaden. Nach der Arbeit noch schnell das Auto zu packen und direkt loszufahren, ist hingegen keine gute Idee. „Besser ist es, die Abreise, sofern möglich, auf den nächsten Tag zu verschieben oder antizyklisch zu fahren.“ Empfehlenswert ist ein Start früh am Morgen zwischen 4 und 5 Uhr oder erst am späten Nachmittag nach 16 Uhr, um Staus zu vermeiden. Zur Reisevorbereitung gehört außerdem, sich über Baustellen, mögliche Umleitungen, Ferienzeiten in Europa sowie Verkehrsregeln im Ziel- und Transitland zu informieren. Vignetten oder Mautzahlungen können bereits vorab erledigt werden und sparen unterwegs Zeit; entsprechende Angebote sind auch in den nordbadischen ADAC Geschäftsstellen erhältlich. Grundsätzlich gilt laut Herbrich: entspannt bleiben und gegenseitig Rücksicht im Straßenverkehr nehmen.
Gut ausgerüstet und entspannt unterwegs
Ausreichend Wasser, Snacks, eine Decke sowie Ladekabel für mobile Geräte sollten während der Fahrt griffbereit sein; Warnweste, Warndreieck und Verbandskasten gehören ohnehin zur Pflichtausstattung. Für lange Fahrten empfiehlt der ADAC Nordbaden zudem ein gutes Unterhaltungsprogramm: etwa Playlists, Hörbücher oder Podcasts, bei Kindern ergänzt durch Spiele, Bücher oder Tablets. Klassische Ratespiele sorgen ebenfalls für Abwechslung, wobei Kinder nicht dauerhaft nach unten schauen sollten, um Reiseübelkeit zu vermeiden. Familien sollten maximal etwa 500 Kilometer pro Tag zurücklegen, regelmäßige Pausen im Abstand von rund eineinhalb Stunden einplanen und kinderfreundliche Raststätten nutzen. Wichtig: Kinder dürfen niemals allein im Fahrzeug zurückgelassen werden, vor allem wenn die Temperaturen nach oben gehen.
Und was ist mit Hunden?
Wer mit Hund im Auto verreist, sollte regelmäßige Pausen im Abstand von zwei bis drei Stunden einplanen, damit das Tier trinken, fressen und sich bewegen kann. Eine Sicherung, etwa durch Transportbox oder Sicherheitsgurt, ist Pflicht. Besonders im Sommer gilt es, Hitze zu vermeiden: Sonnenschutz ist wichtig, und Hunde dürfen niemals allein im aufgeheizten Fahrzeug zurückgelassen werden. Zugluft durch offene Fenster sollte vermieden werden. Bei Reiseübelkeit empfiehlt sich eine tierärztliche Beratung, zudem sollten Autofahrten vorab mit dem Hund trainiert werden.
Bei Fragen stehen die Touristik-Experten des ADAC Nordbaden e.V. telefonisch unter 0721 810 49 13 zur Verfügung. In den Geschäftsstellen des ADAC Nordbaden in Karlsruhe, Bruchsal, Pforzheim, Mannheim und Heidelberg stehen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Verfügung, die Reisende bei der Urlaubs- und Streckenplanung unterstützen.
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