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Niedersachsen/ Sachsen-Anhalt | 16.09.2026

Sommerferienverkehr in Sachsen-Anhalt: Stauaufkommen nimmt deutlich zu

ADAC zählt 1.124 Staus auf insgesamt 2.647 Kilometern Länge auf den Autobahnen

Die Sommerferien 2026 haben auf den Autobahnen in Sachsen-Anhalt für deutlich mehr Verkehrsbehinderungen gesorgt als im Vorjahr. In der aktuellen Staubilanz registrierte der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt während der Ferienzeit 1.124 Staus mit einer Gesamtlänge von 2.647 Kilometern. 2025 waren 798 Staus mit insgesamt 1.475 Kilometern Länge erfasst worden.

Die Zahlen zeigen: Das Auto oder Camper bleiben für viele Urlauberinnen und Urlauber ein beliebtes Verkehrsmittel. Gleichzeitig sorgt der hohe Güterverkehrsanteil auf den Autobahnen des Landes dafür, dass sich Staus nicht nur an den klassischen Reisewochenenden, sondern auch unter der Woche bilden.

Besonders betroffen war dieses Jahr die A 2, die mit 407 Staus und 1.464 Staukilometern die staureichste Autobahn Sachsen-Anhalts war. Ebenfalls stark belastet war die A 36, wo eine umfangreiche Baumaßnahme im Bereich Wernigerode zu 324 Staus auf insgesamt 290 Kilometern führte.

„Baustellen waren auch in diesem Sommer die Hauptursache für viele Verkehrsbehinderungen“, erklärt Nils Horschick, verkehrspolitischer Sprecher des ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt. So wirkte sich unter anderem die Baustelle zwischen Bad Lauchstädt und Leuna auf der A 38 durch zahlreiche kürzere Rückstaus auf das Verkehrsgeschehen aus.

Die acht längsten Staus der Ferien entstanden auf den großen Ost-West- und Nord-Süd-Verbindungen A 2 und A 9. Am meisten Geduld benötigten Autofahrerinnen und Autofahrer am Freitag, den 3. August auf der A 2 zwischen Berliner Ring und Burg. Dort staute sich der Verkehr zeitweise auf einer Länge von 20 Kilometern.

Der staureichste Tag der Reisewochenenden war der 3. Juli. Allein an diesem Freitag registrierte der ADAC in Sachsen-Anhalt 43 Staus mit einer Gesamtlänge von 105 Kilometern.

 

Hintergrund: Wie kommt der ADAC an die Staudaten?
Der ADAC nutzt zur Stauermittlung Fahrzeugflotten mit ihren Geschwindigkeitsdaten. Nutzende von Online-Navigationsgeräten, Smartphone-Apps sowie Onboard units der Fuhrparks großer Speditionen liefern ständig anonymisiert und automatisiert ihre Positions- und Geschwindigkeitsinformationen („Floating Car Data“, im Durchschnitt mehr als 1 Mrd. Positions- und Geschwindigkeitsinformationen täglich) von deutschen Straßen. Diese Live-Daten werden zur Berechnung von Verkehrsstörungen verwendet. 

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