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Niedersachsen/ Sachsen-Anhalt | 05.05.2026

Niedersachsen deutlich günstiger als viele europäische Küsten

Camping an der Nordsee bleibt bezahlbar.

Energiekrise und steigende Lebenshaltungskosten setzen die Urlaubsplanung vieler Familien unter Druck. Eine aktuelle Auswertung von PiNCAMP, dem Campingportal des ADAC, zeigt: Camping am Meer ist in Deutschland deutlich günstiger als in vielen europäischen Urlaubsländern. An der Nordseeküste Niedersachsens können Urlauber bis zu 242 Euro pro Woche sparen.

 

Camping an Europas Küsten ist teurer als in Deutschland.

In vielen beliebten Campingländern Europas ist die unmittelbare Nähe zum Meer ein klarer Preistreiber. Campingplätze an der Küste kosten dort häufig deutlich mehr als in Deutschland. Pro Nacht zahlt eine Familie mit zwei Erwachsenen und einem Kind im Schnitt:

  • Kroatien: 77 Euro
  • Italien: 73 Euro 
  • Spanien: 72 Euro
  • Niederlande: 66 Euro
  • Frankreich: 64 Euro
  • Dänemark: 51 Euro
  • Schweden: 46 Euro
  • Deutschland: 42 Euro

 

Küstenpreise im Ausland steigen schneller an. Nordseeküste Niedersachsens bleibt unter europäischem Preisniveau.

Auffällig ist vor allem die Dynamik. In vielen europäischen Ländern verteuern sich Campingplätze mit direktem Zugang zum Meer schneller als in Deutschland. Besonders deutlich zeigt sich das in Frankreich. Dort sind die Preise an der Küste im Vergleich zum Vorjahr um rund 13 Prozent gestiegen, in Deutschland hingegen nur um etwa 2 Prozent. Der Preisunterschied zwischen Deutschland und vielen klassischen Urlaubsländern vergrößert sich damit weiter.

Innerhalb Deutschlands zeigt sich ein differenziertes Bild. Während die Küstenpreise in Niedersachsen (+12 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (+7 Prozent) stärker gestiegen sind, bleibt das Niveau in Schleswig-Holstein stabil und ist gegenüber dem Vorjahr sogar leicht rückläufig (-1 Prozent).

Im europäischen Vergleich bleibt das Preisniveau an Deutschlands Küsten niedrig:

  • Mecklenburg-Vorpommern: 49 Euro pro Nacht
  • Niedersachsen: 43 Euro pro Nacht
  • Schleswig-Holstein: 40 Euro pro Nacht

Damit liegt Niedersachsen weiterhin deutlich unter den Preisen der betrachteten europäischen Küstenländer. Für Urlauber bedeutet das einen Preisunterschied von rund 242 Euro pro Woche zwischen Camping an der Nordseeküste Niedersachsens und vergleichbaren Plätzen an der Küste Kroatiens.

 

Hohe Nachfrage, hohe Qualität, kein Preisdruck.

Die günstigen Preise sind bemerkenswert, denn die Nachfrage ist hoch. Knapp die Hälfte aller auf PiNCAMP getätigten Campingbuchungen in Deutschland entfällt auf Ziele an der Nord- und Ostsee.

Gleichzeitig ist die Qualität überdurchschnittlich. Deutsche Campingplätze in direkter Meerlage erreichen im Schnitt ein besseres Ergebnis bei der Klassifikation des ADAC (durchschnittlich 3,8 Sterne) als Plätze im Binnenland (3,3 Sterne).

Trotzdem bleibt ein Preisanstieg wie in vielen europäischen Urlaubsländern aus.

 

Warum Camping am Meer in Deutschland vergleichsweise günstig bleibt.

Ein zentraler Grund liegt in der Struktur des deutschen Campingmarktes. Die Nachfrage verteilt sich stärker über das gesamte Bundesgebiet, statt sich ausschließlich auf die Küsten zu konzentrieren.

Neben Nord- und Ostsee stehen Campern zahlreiche Alternativen zur Verfügung, von Seenlandschaften über Mittelgebirge bis hin zu naturnahen Destinationen abseits der klassischen Hotspots.

In vielen europäischen Urlaubsländern ist die Situation dagegen anders. Dort treffen hohe Nachfrage und begrenzte Flächen direkt an der Küste aufeinander. Das ist ein wesentlicher Treiber für die deutlich höheren Preise.

Die Daten zeigen: Deutschland gehört zu den preislich attraktiveren Ländern für Camping – und die Nordseeküste ist ein zentraler Teil dieses Angebots. Gerade für den Sommer 2026 bleibt Niedersachsen damit eine attraktive Option für Campingurlaub am Meer.

 

Methode

Bei der Analyse handelt es sich um eine Sonderauswertung der PiNCAMP Preisanalyse 2026. Sie basiert auf den ausgewiesenen Übernachtungspreisen der Hochsaison 2026 für eine Familie (zwei Erwachsene und ein Kind bis zehn Jahre) inklusive Standplatz für ein Wohnmobil oder einen Wohnwagen mit Zugfahrzeug; Zeltplätze wurden nicht berücksichtigt. Insgesamt wurden rund 1.800 vom ADAC inspizierte Campingplätze in europäischen Urlaubsländern mit Zugang zum Meer ausgewertet.

Verglichen wurden Campingplätze in direkter Küstennähe (max. 150 Meter zum Meer) sowie weiter entfernte Plätze. In die Auswertung einbezogen wurden Deutschland, Italien, Frankreich, Kroatien, Niederlande, Spanien, Dänemark, Schweden, Norwegen.

Die Stichprobengrößen variieren je nach Land und Lagekategorie, insbesondere bei Campingplätzen in direkter Küstennähe. Die Ergebnisse sind daher als belastbare Indikation für Preisniveaus und Markttrends zu verstehen, nicht als repräsentative Vollerhebung.

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