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Niedersachsen/ Sachsen-Anhalt | 20.03.2026

Ferienstart im Norden: Hohe Staugefahr auf wichtigen Reiserouten

Baustellen und Elbtunnel-Sperrung sorgen für erhebliche Verkehrsbehinderungen

Heute ist der letzte Schultag in Niedersachsen und Bremen. Zu erwarten ist, dass viele bereits am Wochenende die Gelegenheit nutzen werden, um dem Alltag zu entfliehen. Besonders betroffen sind am Freitagnachmittag und Samstagvormittag die Fernstraßen im Norden Deutschlands sowie die Routen in Richtung der Niederlande und der Wintersportgebiete in den Alpen und Mittelgebirgen. Vor allem in den Bereichen der Baustellen kann es zu Staus kommen.

Der ADAC geht davon aus, dass insbesondere die Sperrung des Elbtunnels am ersten Ferienwochenende für starke Verkehrsbehinderungen, auch auf den empfohlenen Umleitungsstrecken, sorgen wird. Dies liegt auch an parallelen Baumaßnahmen im Stadtgebiet Hamburgs und auf Höhe der neuen Elbbrücken am Kreuz Norderelbe.

Staus und Behinderungen sind unter anderem in den Großräumen Bremen, Hamburg und Osnabrück sowie zwischen Hannover und Hamburg zu erwarten. An folgenden Autobahnabschnitten ist das Risiko für Staus besonders hoch:

A7 Hannover – Hamburg – Flensburg 

Zwischen Hamburg-Heimfeld und Hamburg-Stellingen: Vollsperrung Elbtunnel von Freitag, 20. März, 22 Uhr, bis Montag, 23. März, 5 Uhr
Zwischen Hamburg-Heimfeld und Dreieck Hamburg-Nordwest, Sperrung von Samstag, 21. März, 22 Uhr, bis Montag, 23. März, 5 Uhr, zusätzlich werden die Anschlussstellen Hamburg-Stellingen und Hamburg-Eidelstedt ab 21 Uhr gesperrt, somit ist auch der Tunnel Stellingen von der Sperrung bis Montag, 23. März, 5 Uhr, betroffen.

A1 Bremen – Osnabrück

Baustelle zwischen Bremen-Hemelingen und Bremen-Arsten: Fahrbahn auf zwei Fahrstreifen verengt

A2 Hannover – Dortmund

Ausfahrt Hannover-Herrenhausen: gefährliche Situation in der Ausfahrt, Bauarbeiten

A7 Garlstorf – Horster Dreieck

Deckensanierung (Notfallmaßnahme): Fahrbahn Richtung Hamburg auf einen Fahrstreifen begrenzt

A7 Hannover – Kassel

Zwischen Hildesheim-Drispenstedt und Raststätte Hildesheimer Börde: Verengung der Fahrbahn auf zwei Fahrstreifen in beide Richtungen

A27 Bremen – Bremerhaven

Zwischen Hagen und Stotel: Fahrbahn in beiden Richtungen auf einen Fahrstreifen verengt
Zwischen Bremerhaven-Süd und Bremerhaven-Geestemünde: in beiden Richtungen Fahrbahn auf einen Fahrstreifen verengt

A29 Oldenburg – Wilhelmshaven

Zwischen Varel/Bockhorn und Zetel: Brückenarbeiten, Fahrbahn auf einen Fahrstreifen verengt, Verkehr wird über die Gegenfahrbahn geleitet

Weitere wichtige Baustellen im Raum Hamburg:

A255 Dreieck Hamburg-Norderelbe

Abzweig Veddel, Neue Elbbrücken Richtung Hamburg-Süd, im Dreieck Hamburg-Norderelbe: Brückenarbeiten, Verbindungsfahrbahn Richtung A1 Lübeck

 
Verkehrsreichste Tage: Prognose des ADAC

Der ADAC rechnet vor allem zum Ferienstart (20.-22. März) mit viel Verkehr und sehr langen Staus als Folge der Parallelität verschiedener Sperrungen und Baustellen. Hier treffen Reisende auf Pendler und den Schwerverkehr. Daher empfiehlt der ADAC explizit, den Großraum Hamburg an diesem Wochenende großräumig zu umfahren und an den Tagesrandzeiten zu reisen. Zusätzlich wird nahegelegt, vor Fahrantritt einen Blick auf die Verkehrslage zu werfen.  

Weitere verkehrsreiche Tage werden voraussichtlich der Gründonnerstag und die Osterfeiertage, (02. bis 06. April) sein. 

 Kein Rückgang der Verkehrsmengen durch hohe Spritpreise

Die derzeit hohen Kraftstoffpreise erschweren verlässliche Verkehrsprognosen. Nach Auswertung hauseigener Verkehrsdaten kann der ADAC derzeit jedoch keinen bedeutenden Rückgang der Verkehrsmengen beobachten. Wer sich trotz hoher Preise auf den Weg macht und die Kosten reduzieren möchte, sollte Preisunterschiede im Tagesverlauf nutzen und insbesondere die teure Morgenphase meiden. Es lohnt sich, Tankstellen gezielt zu vergleichen und stets günstigere Anbieter abseits von Autobahnen anzufahren. Zudem kann durch eine vorausschauende, gleichmäßige Fahrweise Kraftstoff eingespart werden.

 Tipps für eine entspannte Reise

Es wird empfohlen, Fahrten möglichst in verkehrsarme Tagesrandzeiten zu legen, um Staus zu vermeiden. Zudem sollten Verkehrsteilnehmende ihre Route im Vorfeld planen und bei Bedarf flexibel an die aktuelle Verkehrslage anpassen.

Auch bei guter Vorbereitung lassen sich Verkehrsbehinderungen nicht immer vermeiden. Bei verengten Fahrbahnen oder wegfallenden Spuren ist konsequent das Reißverschlussverfahren anzuwenden. Darüber hinaus sollten die Beschilderung beachtet, die Geschwindigkeit angepasst und ausreichend Abstand gehalten werden.

Staus und Unfälle entstehen besonders häufig im Bereich von Baustellen. Daher ist es wichtig, frühzeitig eine Rettungsgasse zu bilden, damit Einsatzkräfte den Unfallort schnell erreichen können. Dabei gilt: Fahrzeuge auf der linken Spur fahren nach links, alle übrigen weichen nach rechts aus.


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