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Niedersachsen/ Sachsen-Anhalt | 03.04.2019

ADAC Expertenreihe in Magdeburg:

Autofahrer ärgern sich über Straßenbaustellen
Experten diskutieren über Baustellenmanagement und -absicherung

Presse Ansprechpartner

Alexandra Kruse

alexandra.kruse@nsa.adac.de 05102-90 1128 - JPG 6.15 MB (300 dpi)

Die meisten Autofahrer sind genervt von Baustellen und nehmen sie als Verkehrseinschränkung wahr. Geschwindigkeitsreduzierungen, Fahrstreifenverengungen und Baustellenampeln lassen den Verkehrsfluss stocken und sind damit ein Ärgernis für viele Verkehrsteilnehmer. Der ADAC hat nachgefragt, wo genau es hakt und die Umfrageergebnisse im Rahmen seiner Expertenreihe bei der IHK in Magdeburg den Vertretern von Verkehrs- und Straßenbaubehörden, Bau-Beteiligten und Polizei vorgestellt. Diskutiert wurde das Verbesserungspotenzial durch Kommunikation und Digitalisierung.

Das Baustellenmanagement in Deutschland wird nach einer aktuellen ADAC Umfrage unter mehr als 2.000 Personen von den meisten Autofahrern mittelmäßig bis schlecht bewertet, innerorts und auf Landstraßen noch mehr als auf Autobahnen. Als belastender werden allerdings die Autobahnbaustellen empfunden. Mit der Ankündigung von Baustellen sind die Autofahrer im Großen und Ganzen zufrieden, die Verkehrsführung wird als mittelmäßig beurteilt. Bemängelt wird, dass sich andere Autofahrer nicht an die Regeln halten und Baustellen nicht schnell genug abgewickelt werden bzw. zu viele Baustellen gleichzeitig stattfinden. Viele der Befragten wünschen sich mehr Wochenend- und Nachtarbeit. Der ADAC spricht sich deshalb für eine bessere und langfristigere Planung aus: Werden finanzielle Mittel nicht nur für ein Jahr, sondern über- oder mehrjährig eingestellt, sorgt das für mehr Planungssicherheit. Eine bessere Auslastung im Frühjahr hilft, die Baustellensituation zu entzerren. Die Möglichkeiten zur Bauzeitverkürzung sollten bestmöglich genutzt werden und so viele Fahrstreifen wie möglich erhalten werden. Eine gute und frühzeitige Kommunikation sorgt für mehr Akzeptanz seitens der Autofahrer.

Eins steht fest, ganz ohne Verkehrsbehinderungen können Straßenbauarbeiten nicht stattfinden. Umso wichtiger ist es, durch ein modernes Baustellenmanagement die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten und gleichzeitig den Arbeitern die größtmögliche Sicherheit zu garantieren. Im Fokus stand bei der Expertenreihe daher auch die Aktualisierung der Richtlinie für die Sicherung von Arbeitsstellen an Straßen. Sie sieht vor, dass zwischen dem Arbeits- und dem Verkehrsbereich künftig größere Sicherheitsabstände eingerichtet werden müssen. Das hat große Auswirkungen auf Planungen, Markierungen und Schutzeinrichtungen.

Um Arbeitssicherheit und Verkehrssicherheit geht es auch beim AWSA, dem Arbeitsstellenwarnsystem Sachsen-Anhalt, das die Landesstraßenbaubehörde den Teilnehmern der Expertenreihe vorstellte. Seit kurzem ist AWSA flächendeckend auf Sachsen-Anhalts Autobahnen im Einsatz. Vorhandene technische Systeme werden über neu entwickelte Schnittstellen verbunden. Baustelleninformationen gelangen so über Radiosender bzw. Navigationssysteme direkt zu den Autofahrern. Zusätzlich wird über Sperranhänger auf den Autobahnen vor Behinderungen gewarnt.

Mehr zu den Anforderungen und Interessen, die es unter einen Hut zu bringen gilt, sowie zum Verbesserungspotenzial bei der Baustellenplanung ist unter www.adac.de/expertenreihe2019 zu lesen.


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