ADAC Stauprognose für die Weihnachtsferien 2025/2026 in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt
Ruhige Tage an Weihnachten und Silvester – deutlich mehr Verkehr vor den Feiertagen und zum Ferienstart
Traditionell zählen die Weihnachtsferien zu den stauärmsten Zeiten des Jahres, dennoch müssen sich Autofahrerinnen und Autofahrer insbesondere am Freitag und Samstag vor dem Fest (19. und 20. Dezember) auf deutlich vollere Straßen einstellen.
Der Reiseverkehr setzt am Freitagnachmittag ein, erreicht am Samstag seinen Höhepunkt und entspannt sich erst zu Beginn der folgenden Woche wieder. Gründe sind neben dem Ferienbeginn auch viele Heim- und Besuchsfahrten sowie der letzte vorweihnachtliche Einkaufsverkehr.
Die Ruhe der Feiertage
Der Heilige Abend (24. Dezember) sowie Silvester (31. Dezember) gehören erfahrungsgemäß zu den verkehrsärmsten Tagen des gesamten Jahres. Der Berufsverkehr entfällt nahezu vollständig, viele Geschäfte schließen früher oder bleiben geschlossen. Dennoch kann es rund um Innenstädte und größere Einkaufszentren zu lokalen Behinderungen kommen – insbesondere durch den Umtausch von Weihnachtsgeschenken zwischen den Feiertagen.
Wintersport- und Reiseverkehr
Nach Weihnachten, vor allem am 27. und 28. Dezember, verlagert sich das Verkehrsaufkommen verstärkt auf die überregionalen Routen in Richtung Wintersportgebiete. In Niedersachsen und Sachsen-Anhalt betrifft dies vor allem die Nord-Süd- und Ost-West-Achsen mit Anbindung an Süddeutschland.
Mit erhöhtem Rückreiseverkehr ist zudem am 2. Januar sowie am 6. Januar (Heilige Drei Könige) zu rechnen.
Auch in den Nachbarländern sind vor Weihnachten und am ersten Januarwochenende die meisten Engpässe zu erwarten. Besonders stark ausgelastet sind die Fernstraßen und Routen zu und von den Wintersportzentren.
Betroffen sind in Österreich vor allem die Tauern- (A10), Inntal- (A12) und Brennerautobahn (A13). In der Schweiz wird es auf der Gotthard-Route, der A1 Bern - Zürich und der A3 Basel - Chur eng, in Italien auf der Brennerroute (A22) bis Bozen.
Besonders belastete Autobahnen in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt
Zum Ferienauftakt und an den verkehrsreichen Tagen rechnet der ADAC vor allem auf folgenden Strecken mit Verzögerungen:
• A1 Bremen – Hamburg
• A2 Hannover – Braunschweig – Magdeburg
• A7 Hamburg – Hannover – Kassel
• A27 Bremen – Bremerhaven
• A29 Ahlhorner Heide – Oldenburg – Wilhelmshaven
Insbesondere rund um die Ballungsräume Hannover, Braunschweig, Bremen, Oldenburg und Magdeburg kann es zu stockendem Verkehr kommen.
Aktuelle Baustellen mit Staugefahr
Zusätzliche Verzögerungen sind durch zahlreiche Dauer- und Winterbaustellen zu erwarten, unter anderem:
• A1 Osnabrück – Bremen (Groß Ippener – Dreieck Stuhr sowie Bremen-Hemelingen – Bremen-Arsten)
• A1 Bremen – Hamburg (Horster Dreieck und Buchholzer Dreieck, teilweise nächtliche Sperrungen)
• A7 Hannover – Hamburg (Horster Dreieck, Überleitungen eingeschränkt)
• A7 Kassel – Hannover (mehrere Abschnitte mit Fahrbahnerneuerung)
• A27 Bremen – Bremerhaven
• A29 im Raum Oldenburg, Varel und Wilhelmshaven
• A37 / A39 im Großraum Hannover – Braunschweig – Salzgitter
An vielen Stellen sind Fahrstreifen reduziert und Fahrbahnbreiten eingeschränkt – hier ist mit Stau und stockendem Verkehr zu rechnen.
ADAC Tipps für die Weihnachtsreise
Der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt rät allen Reisenden, sich rechtzeitig und sorgfältig auf die Fahrt in die Weihnachtsferien vorzubereiten. Gerade bei winterlichen Straßenverhältnissen ist ein gut ausgestattetes Fahrzeug entscheidend für die Sicherheit. Winterreifen sollten über eine ausreichende Profiltiefe verfügen, die Scheibenwaschanlage muss mit Frostschutz befüllt sein und auch die Beleuchtung sollte vor der Abfahrt überprüft werden. Zusätzlich empfiehlt es sich, warme Kleidung, eine Decke und Getränke mitzunehmen, um bei längeren Wartezeiten gut gerüstet zu sein. Ein vollständig geladener Mobilakku kann ebenfalls hilfreich sein, falls es zu Verzögerungen oder Staus kommt. Wer zeitlich flexibel ist, sollte nach Möglichkeit die besonders stark frequentierten Reisetage meiden und stattdessen früh morgens oder unter der Woche unterwegs sein.

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