Osterferien 2026: Stauprognose für Rheinland-Pfalz
Tipps vom ADAC-Experten: So können Sie auf dem Weg in den Urlaub Zeit und Geld sparen

Mit dem Start der Osterferien an diesem Freitag steigt die Staugefahr auf den deutschen Autobahnen deutlich. Verschärft wird die Lage dadurch, dass nicht nur Rheinland-Pfalz in die Ferien startet. Bis auf Hamburg, Sachsen, dem Saarland und Thüringen beginnt in ganz Deutschland die schulfreie Zeit. Auch in Österreich und Teilen der Schweiz beginnen die Ferien.
Vor allem für Rheinland-Pfälzer, die Richtung Süden starten, dürfte es eng werden. Da es wegen der in diesem Jahr recht frühen Osterferien viele Urlauber in Wintersportgebiete ziehen wird, bleibt auch am Samstagvormittag die Staugefahr hoch, erst im Tagesverlauf entspannt sich die Verkehrslage etwas. „Der Sonntag dürfte insgesamt deutlich ruhiger verlaufen“, sagt Christian Schmidt, Verkehrsexperte des ADAC Mittelrhein.
Auf folgenden Strecken ist für Rheinland-Pfälzer die Gefahr, im Stau stecken zu bleiben, besonders hoch:
Richtung Süden:
• A3 Köln – Frankfurt - Würzburg – Nürnberg – Passau
• A5 Karlsruhe – Basel
• A6 Heilbronn – Nürnberg – Pilsen
• A7 Ulm – Füssen/Reutte
• A8 Karlsruhe - Stuttgart – München – Salzburg
• A93 Rosenheim – Kiefersfelden
• A94 München – Passau
• A99 Ostumfahrung München
Richtung Norden:
• A2 Oberhausen – Dortmund – Hannover
• A3 Fahrtrichtung Köln
Schmidt gibt auch bereits einen kleinen Ausblick auf das Osterwochenende selbst: „Im vergangenen Jahr zählte der Gründonnerstag zu den zehn staureichsten Tagen des Jahres. Vor allem in den Nachmittags- und Abendstunden war die Staugefahr besonders hoch.“ Auch in diesem Jahr erwartet der ADAC-Experte den meisten Reiseverkehr am Gründonnerstag. Am Ostermontag, dem 6. April, ist nachmittags auf den Rückreiserouten mit erhöhtem Verkehr zu rechnen. Am Ostersonntag wird es hingegen sehr ruhig auf den Fernstraßen sein.
Unbedingt mehr Zeit einplanen
Neben dem hohen Verkehrsaufkommen durch Reisende beeinflussen auch andere Faktoren die Fahrt ans Urlaubsziel. Hier sind vor allem die Grenzübergänge nach Österreich zu nennen, an denen sich lange Rückstaus bilden können. Je nach Reisetag können auch Blockabfertigungen die Fahrt erheblich verzögern. „Auch Österreich und der Schweiz herrscht Staugefahr, etwa auf dem Fernpass“, so Schmidt.
Auch Baustellen können zu Behinderungen führen. So wird beispielsweise noch an der Luegbrücke auf der Brennerautobahn A 13 gebaut. Da auch kleinere Baustellen im In- und Ausland große Folgen haben können, lohnt es sich, tagesaktuell über die beste Route zu informieren und auf jeden Fall mehr Zeit einzuplanen.
So kommen Autofahrer spritsparend ans Urlaubsziel
Angesichts der derzeit hohen Kraftstoffpreise hat Schmidt sieben wertvolle Tipps, wie Autofahrer bei der Fahrt in den Urlaub Sprit und Geld sparen können:
- 1. Am Vorabend der Reise tanken: Das Fahrzeug am besten am Abend vor der Abreise volltanken, denn zwischen 19 und 20 Uhr ist meis6t die beste Tankzeit. Morgen in der Pendelzeit zwischen 7 und 8 Uhr ist der Sprit hingegen meist am teuersten. Für die Suche nach der günstigsten Tankstelle in der Umgebung oder entlang der Route empfiehlt Schmidt die Nutzung von Spritpreis-Apps.
- 2. Wenn möglich, Super E10 tanken: Der Bio-Kraftstoff ist einige Cent günstiger und für die heutigen modernen Motoren unbedenklich und für nahezu alle Benziner ab November 2010 geeignet. Wer sich unsicher ist, kann eine Blick auf die Innenseite des Tankdeckels werfen oder in die Bedienungsanleitung des Fahrzeugs schauen.
- 3. Nicht auf der Autobahn nachtanken: Wenn während einer langen Urlaubsfahrt nachgetankt werden muss, kann abseits der Fernstraßen viel Geld sparen. „Der Umweg beträgt meist nur wenige Kilometer und lohnt sich“, sagt Schmidt.
- 4. Spritpreise im Ausland vergleichen: Oft sind Kraftstoffe jenseits der Grenze derzeit günstiger als in Deutschland, manchmal aber auch teurer. Fahrräder sollten möglichst auf einem Heckträger montiert werden, um Sprit zu sparen. Ein Dachträger beispielsweise für Fahrräder kann den Verbrauch um bis zu 40 Prozent erhöhen. Bei einem entsprechenden Träger auf der Anhängerkupplung steigt der Mehrverbrauch laut ADAC „nur“ um rund 18 Prozent.
- 5. Das Fahrzeug richtig beladen: Grundsätzlich gilt: Je mehr Gepäck, desto höher der Verbrauch. Deshalb solllte nur notwendiges Gepäck mitgenommen werden. Auch auf eine Dachbox sollte wenn möglich verzichtet werden. Bei Tempo 130 steigt der Verbrauch mit einer Box nach einer ADAC-Messung um rund 18 Prozent.
- 6. Unbedingt den Reifendruck prüfen: Wer mit viel Gepäck und/Oder Personen unterwegs ist, sollte den Reifendruck. Informationen zum richtigen Luftdruck für die entsprechende Beladungssituation finden Autofahrer meist auf der Innenseite des Tankdeckels oder in der Bedienungsanleitung. Schmidt empfiehlt, die Angaben des Herstellers noch um 0,1 bis 0,2 bar zu erhöhen.
- 7. Fahrweise anpassen: Autofahrer können durch eine optimierte Fahrweise etwa 20 Prozent Sprit einsparen. Bei Geschwindigkeiten jenseits von 120 bis 130 km/h steigt der Verbrauch wegen des hohen Luftwiderstandes überproportional stark an.
Rechtliche Bestimmungen beachten
Da Ostern dieses Jahr auf einen besonders frühen Termin fällt, kann es in Österreich, Italien und der Schweiz bereits in mittleren Lagen zu winterlichen Straßenverhältnissen kommen. Hier sind Winterreifen Pflicht. In Österreich gilt die Winterreifenpflicht bei winterlichen Straßenverhältnissen beispielsweise bis 15. April. „Wer dies nicht befolgt, muss mit Bußgeldern von bis zu mehreren Tausend 5000 Euro rechnen“, so Schmidt.
Auch in der italienischen Provinz Südtirol dürfen Autos bei winterlichen Straßen nur mit Winterausrüstung unterwegs sein. Auf der Brennerautobahn A 22 sowie auf dem Gebiet der Stadtgemeinde Bozen gilt vom 15. November bis zum 15. April sogar eine allgemeine, witterungsunabhängige Winterausrüstungs-Pflicht.
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