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Mittelrhein | 29.01.2021

Mobil in der Stadt: Mainz im Mittelfeld

ADAC stellt Zufriedenheitsstudie zur persönlichen Mobilität in 29 mittelgroßen Städten vor

Wie empfinden die Menschen ihre Situation als Fußgänger, Autofahrer, Radfahrer und Nutzer des Öffentlichen Nahverkehrs? Dazu hat der ADAC in 29 mittelgroßen Städten die Zufriedenheit der Bevölkerung mit ihrer Mobilitätssituation untersucht.

Herausgekommen ist ein Zufriedenheitsindex, der als ADAC Monitor „Mobil in der Stadt“ einen Maßstab aus Sicht der Nutzer setzt und Orientierung in den vielfältigen Aspekten der persönlichen Mobilität bietet. Die Ergebnisse hat ADAC Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand gemeinsam mit Experten und Vertretern einzelner Städte am heutigen Freitag, 29. Januar 2021 vorgestellt.

Über alle Städte hinweg ist die Zufriedenheit mit der Fortbewegung zu Fuß (Teilindex von +19 bis +51) und mit dem ÖPNV (Teilindex von +10 bis +48 Pkt.) am höchsten. Nicht so hoch fällt die Zufriedenheit bei Radfahrern aus (Teilindex zwischen -13 und +41 Pkt.), während Autofahrer in allen Städten am unzufriedensten mit ihrer persönlichen Mobilitätssituation sind (Teilindex zwischen -13 bis +11 Pkt.).

Die drei Städte, die über alle vier Fortbewegungsarten hinweg am besten überzeugen können, sind Münster (Gesamtindex +35), Rostock (Gesamtindex +33) und Oldenburg (Gesamtindex +32), gefolgt von Freiburg (Gesamtindex +30), Magdeburg (Gesamtindex +30), Erfurt (Gesamtindex +29) und Braunschweig (Gesamtindex +29).

Mainz: Unzufriedenheit bei Radwegen und Parkgebühren

Die Stadt Mainz (Gesamtindex +20) belegt unter 29 Städten den 17. Platz hinter Wiesbaden und vor Chemnitz.
Hier die wesentlichen Ergebnisse im Überblick:

Autofahrer
Das Baustellenmanagement erzeugt bei jedem dritten Autofahrer in Mainz Unzufriedenheit. Auch die Höhe der Parkgebühren wird schlecht bewertet.

ÖPNV
Die Nutzer des ÖPNV zeigen sich vor allem mit der Taktung und Haltestellendichte sehr zufrieden. Seit der Corona-Pandemie nutzen jedoch ein Drittel der Befragten den ÖPNV in Mainz deutlich seltener oder gar nicht mehr.

Radfahrer
Wichtig für die Radfahrer sind direkte, aber auch sichere Verbindungen zu ihren Zielen. Diese werden wie der Zustand des Radwegnetzes in Mainz vergleichsweise schlecht bewertet. Auch mit der Radwegebreite kann Mainz nicht punkten.

Fußgänger
Bei den Fußgängern in Mainz können die direkten Wege überzeugen, nur das Verhalten von Radfahrern sorgt für Unzufriedenheit.

Über alle Städte hinweg ist die Zufriedenheit unter Fußgängern und den ÖPNV-Nutzern am höchsten. Etwas geringer ist die Zufriedenheit bei Radfahrern. Autofahrer sind in allen Städten am unzufriedensten mit ihrer persönlichen Mobilitätssituation.

Auffällig ist die negative Beurteilung des Verhaltens von Radfahrern durch Fußgänger und Autofahrer. Optimierungsbedarf gibt es aber auch bei der Bewertung des Verhaltens von Autofahrern durch Radfahrer und beim Verhalten der Autofahrer untereinander – in diesem Verhältnis halten sich Zufriedenheit und Unzufriedenheit gerade mal die Waage.

ADAC Verkehrspräsident Hillebrand: „Um das Verkehrsklima zu verbessern, ist es notwendig, Baumaßnahmen an Straßen und Radwegen durch Kampagnen und Öffentlichkeitsarbeit zu ergänzen, um die Bürger bei den Maßnahmen mitzunehmen. Darüber hinaus sollten Respekt und gegenseitige Rücksichtnahme für alle Verkehrsteilnehmer selbstverständlich sein.“

In der repräsentativ angelegten Online-Befragung wurden rund 12.000 Interviews ausgewertet. Der ADAC Monitor kann Städten eine Grundlage liefern, ihre Mobilitätsplanung zu optimieren und auf die Bedürfnisse der Nutzer abzustimmen.

Detaillierte Ergebnisse zu den 29 Städten finden Sie unter www.adac.de/monitor.
 


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