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Mittelrhein | 28.07.2026

Erstklässler sicher unterwegs: Jetzt den Schulweg gemeinsam üben

Rund 40.000 Kinder werden am 10. August in Rheinland-Pfalz eingeschult. ADAC Mittelrhein empfiehlt Eltern, den Schulweg jetzt zu trainieren und auf das Elterntaxi zu verzichten.

Wenn am Montag, 10. August, in Rheinland-Pfalz rund 40.000 Kinder eingeschult werden, beginnt für sie auch der tägliche Weg durch den Straßenverkehr. Damit Erstklässler sicher in der Schule ankommen, empfiehlt der ADAC Mittelrhein Eltern, den Schulweg bereits jetzt gemeinsam mit ihren Kindern zu üben. Ebenso wichtig: Auf das Elterntaxi sollte möglichst verzichtet werden.

„Kinder haben keine Knautschzone und vor allem sind sie keine kleinen Erwachsenen“, sagt Christian Schmidt, Leiter Mobilität und Umwelt beim ADAC Mittelrhein e.V.. „Sie nehmen den Straßenverkehr anders wahr, lassen sich schneller ablenken und können Geschwindigkeiten sowie Bremswege von Fahrzeugen noch nicht richtig einschätzen. Deshalb sollten Eltern den Schulweg vor dem ersten Schultag mehrfach gemeinsam gehen und auf mögliche Gefahrenstellen aufmerksam machen.“

Dabei gilt: Der sicherste Weg ist nicht immer der kürzeste. „Ein kleiner Umweg lohnt sich, wenn dadurch gefährliche Straßen oder unübersichtliche Kreuzungen vermieden werden können“, so Schmidt. Mit zunehmender Sicherheit sollten Eltern ihren Kindern Schritt für Schritt mehr Eigenständigkeit zutrauen und sie aus etwas größerer Entfernung begleiten. So lernen die Kinder, sich selbstständig und sicher im Straßenverkehr zu bewegen.

Besonders kritisch sieht der ADAC das sogenannte Elterntaxi. Gerade vor Grundschulen entstehen durch Halten in zweiter Reihe, Wendemanöver oder unübersichtliche Bring- und Holsituationen immer wieder gefährliche Momente. „Wer sein Kind unbedingt mit dem Auto bringen muss, sollte in einiger Entfernung zur Schule anhalten und den restlichen Weg gemeinsam zu Fuß zurücklegen“, empfiehlt Schmidt.

Die wichtigsten Tipps des ADAC für einen sicheren Schulweg:

  • Schulweg üben: Den Schulweg bereits vor dem ersten Schultag mehrfach gemeinsam zurücklegen – möglichst morgens und mittags unter realistischen Bedingungen.
  • Den sicheren Weg wählen: Lieber einen etwas längeren, aber übersichtlichen und sicheren Weg nutzen als die kürzeste Strecke.
  • Mit Bus und Bahn vertraut machen: Auch das sichere Ein- und Aussteigen sowie das Überqueren der Straße nach dem Aussteigen sollten geübt werden.
  • Gut sichtbar sein: Helle Kleidung sowie Reflektoren oder eine Sicherheitsweste sorgen dafür, dass Kinder besser gesehen werden.
  • Auf das Elterntaxi verzichten: Wenn möglich, Kinder zu Fuß oder mit dem ÖPNV zur Schule bringen. Ist das Auto unvermeidbar, in sicherer Entfernung zur Schule halten.

„Besondere Vorsicht ist an Fußgängerüberwegen, Kreuzungen und Bushaltestellen geboten. Aufgrund ihrer Körpergröße werden Erstklässler häufig erst spät gesehen und können Verkehrssituationen oft noch nicht richtig einschätzen. Deshalb appellieren wir an alle Verkehrsteilnehmenden, insbesondere in den ersten Schulwochen aufmerksam, rücksichtsvoll und bremsbereit zu fahren“, so Schmidt.

Der ADAC Mittelrhein unterstützt Schulen und Kommunen mit verschiedenen Angeboten zur Verkehrserziehung. Dazu gehört unter anderem das Programm „Aufgepasst mit ADACUS“, das Vorschul- und Grundschulkindern spielerisch vermittelt, wie sie sich sicher im Straßenverkehr bewegen und Straßen richtig überqueren.

Weitere Informationen:
• Video mit den wichtigsten Tipps von Verkehrsexperte Christian Schmidt: https://www.youtube.com/shorts/uaHMSJjL2ZQ
• Informationen rund um die Schulwegsicherheit: www.schulwegsicherheit.com

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