Die Seite benötigt aktiviertes Javascript! Wie Sie JavaScript in Ihrem Browser aktivieren

Mittelrhein | 17.06.2026

Motorsportfreunde Brodenbach (MSFB) unterstützt ADAC Luftrettung

Der Ortsclub des ADAC Mittelrhein, die Motorsportfreunde Brodenbach (MSFB), spendet 3.000 Euro an die gemeinnützige ADAC Luftrettung. Die Zuwendung geht an die ADAC Stiftung und ist zweckgebunden für die Luftrettung bestimmt.

Im Rahmen der Spendenübergabe am 9. Juni an der ADAC Luftrettungsstation Koblenz informierte Stationsleiter Marcus Federowitz die Gäste über die Aufgaben, Heraus-forderungen und die Finanzierung der Luftrettung. Bei einer Führung durch die Station erhielten die Vertreter des MSFB spannende Einblicke in den täglichen Betrieb und die lebensrettende Arbeit der Crews.

„Jeder Einsatz zählt und kann über Leben und Tod entscheiden. Deshalb freuen wir uns sehr über die Unterstützung des MSFB. Solche Spenden helfen uns dabei, die hohe Qualität der Luftrettung langfristig zu sichern und innovative Projekte für die Notfallversorgung voranzutreiben“, betonte Marcus Federowitz, Leiter der ADAC Luftrettungsstation Koblenz.

Die Geschichte des Koblenzer Rettungshubschraubers „Christoph 23“ reicht bis ins Jahr 1973 zurück. Damals wurde der Hubschrauber unter dem Rufnamen SAR 73 von der Bundeswehr in Dienst gestellt. Nachdem sich die Luftwaffe 1999 aus Kostengründen aus der Luftrettung zurückgezogen hatte, vereinbarten das Innenministerium Rheinland-Pfalz, das Verteidigungsministerium und die ADAC Luftrettung einen bundesweit beachteten Pilotversuch der zivil-militärischen Zusammenarbeit. Seitdem stellt die ADAC Luftrettung die Piloten für „Christoph 23“, während das medizinische Personal weiterhin vom Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz kommt.

Jörg Hennig, Vorstand Sport beim ADAC Mittelrhein e.V., dankte dem Ortsclub für sein Engagement: „Die Luftrettung ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Notfallversorgung – gerade in einer topografisch anspruchsvollen Region wie dem Mittelrheintal. Die Spende des MSFB zeigt eindrucksvoll, wie stark unsere Ortsclubs gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. Für diese Unterstützung danke ich dem Verein ausdrücklich.“

Der MSFB engagiert sich seit 1992 im ADAC Motorsport und blickt auf eine lange Vereinsgeschichte zurück. Der Schriftführer Martin Simon berichtete über die vielfältigen Aktivitäten des Clubs und erinnerte dabei auch an frühere Bildersuchfahrten, die über Jahrzehnte hinweg große Beliebtheit genossen. Er erinnerte auch an den ehemaligen Vorsitzenden Herbert Griebel († 2020), der diese Veranstaltungen maßgeblich durch seine akribische Ausarbeitung und minutiöse Planung geprägt hatte.

„Als Ortsclub des ADAC wissen wir, wie wichtig die Luftrettung für die Menschen in unserer Region ist. Mit unserer Spende möchten wir einen Beitrag dazu leisten, dass diese wichtige Einrichtung auch künftig ihre Aufgaben erfüllen kann. Es ist uns ein Anliegen, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und dort zu helfen, wo Hilfe unmittelbar Leben retten kann“, erklärte Martin Simon.

Hintergrund: Luftrettung auf verlässliche Finanzierung angewiesen

Die ADAC Luftrettung ist eine gemeinnützige Organisation und finanziert sich neben den Vergütungen für Einsätze auch durch Spenden. Aktuell warnen die Betreiber der Luftrettung vor möglichen Auswirkungen geplanter gesetzlicher Änderungen bei der Finanzierung durch die gesetzlichen Krankenkassen. Nach Einschätzung der Luftrettungsorganisationen könnten vorgesehene Begrenzungen bei der Kostenentwicklung die langfristige Finanzierung der Luftrettung erschweren. Umso wichtiger sind zusätzliche Unterstützungen und Spenden, die helfen, die hohe Qualität der notfallmedizinischen Versorgung aus der Luft auch künftig sicherzustellen.

Foto (v.l.): Jörg Hennig (Vorstand Sport ADAC Mittelrhein e.V.), Martin Simon, Jörg Winter, Manuel Saueressig, Andreas Bersch (alle MSF Brodenbach) und Marcus Federowitz (Leiter ADAC Luftrettungsstation Koblenz).

 

Bilder (1)

Bild 1 1 Bild

Bild herunterladen