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Hessen-Thüringen | 22.03.2018

Tiere kennen keine Zeitumstellung

Umstellung auf Sommerzeit: ADAC rät zu angepasster Fahrweise

Wegen der Zeitumstellung in der Nacht auf den 25. März fällt der morgendliche Berufsverkehr wieder in die Dämmerung – eine Zeit, in der besonders viele Wildtiere unterwegs sind. Damit steigt auch das Risiko für Wildunfälle. Besonders kritisch ist das Fahren auf Landstraßen durch Wälder und Gebiete mit dichtem Randbewuchs. Auch dann, wenn keine Schilder auf den Wildwechsel hinweisen, ist besondere Vorsicht geboten.

Der ADAC empfiehlt deshalb, vorausschauend und mit reduzierter Geschwindigkeit zu fahren. „Tiere kennen weder Zeitumstellung noch Verkehrsregeln“, warnt Wolfgang Herda, Verkehrsexperte des ADAC Hessen-Thüringen. „Wer an kritischen Stellen statt mit 80 nur mit 60 Kilometern pro Stunde unterwegs ist, hat deutlich bessere Chancen, sein Fahrzeug noch rechtzeitig anzuhalten“, erklärt Herda.

Neben einer vorsichtigen Fahrweise und angepasster Geschwindigkeit rät der ADAC außerdem, immer ausreichend Abstand zum Vordermann zu halten. Taucht Wild am Straßenrand auf, sofort das Tempo reduzieren. Befinden sich Tiere bereits auf der Straße, sollte versucht werden, es durch lautes Hupen von der Straße zu vertreiben. Mit den Scheinwerfern aufzublenden bewirkt eher das Gegenteil: Das grelle Licht verwirrt die Tiere und nimmt ihnen jede Orientierungsmöglichkeit, so dass diese verunsichert häufig einfach nur verharren und nicht weiterlaufen. Wichtig: Unter keinen Umständen unkontrolliert ausweichen, um eine Kollision mit entgegenkommenden Fahrzeugen oder Bäumen am Straßenrand zu vermeiden.

Kann der Zusammenstoß nicht mehr verhindert werden, muss das Lenkrad gut festgehalten und kräftig gebremst werden. „Danach sollte die Unfallstelle gesichert und die Polizei oder der Jagdpächter informiert werden“, empfiehlt Herda. Wichtig für die Schadenregulierung mit der Versicherung ist die Wildunfallbescheinigung, die von der Polizei oder dem Jagdpächter am Unfallort ausgestellt wird. Zudem dürfen verletzte oder tote Tiere nicht einfach mitgenommen werden – wer dies trotzdem tut, riskiert eine Anzeige wegen Wilderei.

Über das Jahr verteilt werden den deutschen Versicherern mehr als 260.000 Unfälle mit Rehen, Wildschweinen und anderen Wildtieren gemeldet. Rein rechnerisch kommt es damit alle zwei Minuten zu einer Kollision mit Keiler und Co. Nach Berechnungen des ADAC steigt die Anzahl der Wildunfälle in den ersten Wochen nach der Umstellung auf die Sommerzeit um mehr als zwanzig Prozent an. Der Automobilclub empfiehlt daher, die entsprechenden Warnschilder ernst zu nehmen.


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