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Hessen-Thüringen | 26.08.2019

„Kopf hoch“ im Straßenverkehr gilt für alle

„Achtung Auto“ trifft Aktion „Kopf hoch. Das Handy kann warten.“

In den ersten Wochen nach den Sommerferien ist der Schulweg oft neu und damit besonders gefährlich. Daher sensibilisiert hr3, unterstützt vom ADAC in diesen Wochen durch eine gemeinsame Aktion „Kopf hoch. Das Handy kann warten.“ Autofahrer für dieses Thema. Das ADAC Verkehrssicherheitsprogramm „Achtung Auto“ vermittelt Schülern durch praktische Übungen die richtige Einschätzung des Anhaltewegs von Kraftfahrzeugen im Straßenverkehr.

Während Kinder die Gefahren im Straßenverkehr aus ihrem Blickwinkel oft falsch einschätzen, gilt für Autofahrer ganz besonders im Umfeld von Schulen, sich beim Lenken nicht durch das Handy ablenken zu lassen.

Wer im Umfeld einer Schule bei 30 km/h nur drei Sekunden auf das Handy schaut, um eine SMS zu schreiben oder eine Nachricht zu lesen, der konzentriert seinen Blick nicht auf das Verkehrsgeschehen, sondern auf das Handy-Display und bewegt das Fahrzeug rund 25 Meter in drei Sekunden im Blindflug. Bei aufmerksamer Fahrweise beträgt der Anhalteweg bei 30 km/h rund 18 Meter. Bei einer Ablenkung zum Beispiel durch das Bedienen der Handytastatur verlängern sich die Reaktionszeit und damit auch der Anhalteweg oft dramatisch

„Multitasking im Straßenverkehr ist eine Illusion“, so Cornelius Blanke, Pressesprecher des ADAC Hessen-Thüringen. „Selbst wer nur für Sekundenbruchteile seine Aufmerksamkeit dem Handy widmet, ist abgelenkt und braucht eine gewisse Zeit, um die Verkehrssituation wieder zu erfassen. Im Ernstfall ist es dann zu spät für eine schnelle Reaktion.“

Achtung Auto
Seit vielen Jahren setzt der ADAC sein Verkehrssicherheitsprogramm „Achtung Auto“ in Zusammenarbeit mit Schulen um. „Dabei informieren und sensibilisieren ADAC Moderatoren die Schülerinnen und Schüler insbesondere für eine Einschätzung und Berechnung des Anhaltewegs“, so Cornelius Blanke. „Die Kinder erkennen so, dass Reaktionszeit plus Bremsweg zusammen den Anhalteweg ergeben und unterschätzen diesen in den Praxisübungen zunächst deutlich.“ Dieses verstärkt sich noch, wenn Autofahrer durch den Blick nach unten, also auf das Handy, ihre Reaktionszeit deutlich verlängern und so der Anhalteweg länger als nötig und möglich wird.

Kopf hoch. Das Handy kann warten.
Thematisch im Fokus der diesjährigen Aktion stehen Schulkinder. Auf 142 Plakatflächen im unmittelbaren Umfeld von Schulen in ganz Hessen weist die Plakataktion von hr3 und dem ADAC auf diese Aktion hin und soll vorbeifahrende Autofahrer dafür sensibilisieren, grundsätzlich nicht beim Autofahren zu telefonieren oder zu texten.

In der Hermann-Hesse-Schule in Obertshausen hat der ADAC das Programm „Achtung Auto“ am 26. August mit Schülern einer 5. Klasse durchgeführt. Vor Ort mit dabei war hr3. Die beiden hr3-Moderatoren Tanja Rösner und Tobi Kämmerer kommunizieren schon seit Schulstart zusammen mit dem ADAC täglich in ihrer Morningshow die Aktion „Kopf hoch. Das Handy kann warten.“

Zum Abschluss konnten die Schüler im direkten Vergleich sehen, wie viel länger die Reaktionszeit und damit auch der Anhalteweg ist, wenn während der Fahrt auf das Handy geschaut wird. Bei Tempo 30 lag der Anhalteweg des Fahrers, der konzentriert auf den Straßenverkehr achtet, bei rund 18 Metern. Der durch das Handy abgelenkte Fahrer hingegen benötigte deutlich länger, bis sein Fahrzeug stand. Die hier erzielte Differenz kann im Ernstfall entscheidend sein und verblüffte alle Teilnehmer.

„Wer bis zum Ziel nicht warten kann, eine Nachricht zu lesen, fährt am besten auf einen Parkplatz und stellt den Motor ab“, rät Cornelius Blanke. „Dann kann auch in Ruhe geantwortet werden.“

Jeder, der von sich selbst weiß, dass er auch während der Fahrt reflexhaft zum Smartphone greift, um Nachrichten zu checken, sollte dieses am besten noch vor der Fahrt auf Flugmodus stellen oder abschalten. Denn keine Nachricht kann so wichtig sein, um dafür das eigene oder fremdes Leben aufs Spiel zu setzen.
„Kopf hoch. Das Handy kann warten.“ ist eine Aktion von hr3, unterstützt vom ADAC. Mehr Infos gibt es auf www.adac.de/hth.

Fotos vom Aktionstag schicken wir Ihnen auf Anfrage gern zu.


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