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Hessen-Thüringen | 13.08.2026

ADAC gibt Tipps zum Schutz vor Zecken in Thüringen

Kleine Krabbler, großes Risiko

ADAC gibt Tipps zum Schutz vor Zecken in Thüringen
ADAC gibt Tipps zum Schutz vor Zecken in Thüringen. Bild: AdobeStock

Ob beim Wandern, Radfahren oder Entspannen am See: Wer sich in der Natur aufhält, sollte an einen ausreichenden Zeckenschutz denken. Der ADAC Hessen-Thüringen gibt Tipps zu präventiven Maßnahmen und erklärt, was im Falle eines Stiches zu tun ist.

Klein, aber oho

Durch die milden Wintertemperaturen sind Zecken immer häufiger ganzjährig in deutschen Wäldern und auf Feldern anzutreffen. Die blutsaugenden Spinnentiere haben zwar keine Augen und können weder springen noch aktiv jagen, erkennen ihre Beute jedoch an Körperwärme, Vibrationen, Feuchtigkeit sowie CO2 in der Atemluft. Dafür klettern sie auf Grashalme und niedrige Pflanzen, wo sie darauf warten, dass ein geeigneter Wirt vorbeikommt und sie abstreift. Dabei sind sie nicht wählerisch: Neben Hunden, Katzen und Menschen heften sich die kleinen Blutsauger an Igel, Nagetiere und Vögel.

Stich mit möglichen Folgen

Anders als häufig angenommen beißen Zecken nicht – sie stechen: Mithilfe ihrer Mundwerkzeuge ritzen sie eine kleine Wunde in die Haut des Opfers, aus der das Blut gesaugt wird. Der Zeckenstich allein verursacht meist keine oder nur geringe Beschwerden, allerdings können während des Blutsaugens potenziell gefährliche Krankheitserreger übertragen werden. Hierzu zählen Borreliose und die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).

Während Borreliose nachweislich von Zecken in ganz Deutschland übertragen werden kann, gibt es bei FSME bestimmte Risikogebiete. In Thüringen sind vor allem der Süden und Osten betroffen, unter anderem die Landkreise Schmalkalden-Meiningen, Saalfeld-Rudolstadt, Greiz sowie Altenburger Land. Eine Übersicht bietet die Karte der FSME-Risikogebiete auf der Webseite des Robert Koch-Instituts: RKI - FSME

Wichtig: Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen benötigt die Übertragung der Krankheitserreger bis zu 24 Stunden. Das bedeutet: Je früher eine Zecke entfernt wird, desto geringer ist die Gefahr einer Ansteckung.

  • Der beste Schutz: Stiche vermeiden Der beste Schutz gegen durch Zecken übertragbare Krankheiten ist, sich gar nicht erst stechen zu lassen. Hierfür gibt es einige Tipps:
  • Bei Ausflügen in die Natur lange Kleidung und geschlossene Schuhe tragen. Auf hellen Farben können die kleinen Blutsauger zudem leichter entdeckt werden.
  • Zeckenabweisende Mittel (Repellentien) vor dem Aufenthalt im Freien auf die Haut und Kleidung auftragen.
  • Auf den Wegen bleiben, hohes Gras und Gebüsche meiden.
  • Nach der Rückkehr den Körper nach Zecken absuchen. Zecken bevorzugen gut geschützte Stellen wie Kniekehlen, Achseln, Haaransatz und Kopf, Ohren, Bauchnabel, Genitalbereich und Leisten.

Wer trotzdem von einer Zecke gestochen wurde, sollte diese schnellstmöglich entfernen. Am besten eignen sich spezielle Hilfsmittel, wie eine Zeckenpinzette oder -karte. Wichtig ist, keinen Druck auf das Tier auszuüben, da potenzielle Krankheitserreger so leichter übertragen werden.

Eine Impfung gegen Zecken gibt es nicht, allerdings bietet die FSME-Impfung zuverlässigen Schutz vor der Frühsommer-Meningoenzephalitis. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung für alle Erwachsenen und Kinder, die in einem FSME-Risikogebiet wohnen oder sich dort länger im Freien aufhalten.


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