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Berlin-Brandenburg | 17.12.2018

Abwarten ist keine Option

ADAC Berlin-Brandenburg fordert regionale Unternehmen, Verbände und Behörden auf, ihre Lkw-Flotten freiwillig mit Abbiegeassistenten auszurüsten.

Wieder ist es passiert. Eine Radfahrerin wurde am vergangenen Freitag an der Kaiser-Friedrich-Straße in Charlottenburg von einem Sattelzug erfasst und schwer verletzt. Durch den konsequenten Einbau von Lkw-Abbiegeassistenz-Systemen könnten Unfälle dieser Art verhindert werden. Der ADAC Berlin-Brandenburg fordert daher regionale Unternehmen, Verbände und Behörden auf, ihrer Verantwortung nachzukommen und ihre Lkw-Flotten freiwillig nachzurüsten. Der ADAC Berlin-Brandenburg begrüßt in diesem Rahmen das Förderprogramm des Bundesverkehrsministeriums für die Nachrüstung von Nutzfahrzeugen ab 3,5 Tonnen.

Abzuwarten, bis die EU eine entsprechende Regelung erlässt, ist für den ADAC Regionalclub nicht hinnehmbar, ist dies doch erst für das Jahr 2022 anvisiert. „Wir reden hier von drei Jahren, in denen Menschenleben unnötig riskiert werden. Unnötig, weil die entsprechende Technik bereits existiert“, sagt Volker Krane, Vorstand für Verkehr des ADAC Berlin-Brandenburg. Sein Vorstandskollege für den Bereich Technik, Karsten Schulze, fordert: „Die vorhandenen Systeme müssen bei bestehenden Fahrzeugflotten eingesetzt und parallel weiterentwickelt werden. Denn aktuell können diese zwar warnen, aber nicht aktiv abbremsen.“

Wie dies in der Praxis aussehen kann, zeigt zum Beispiel EDEKA Südbayern, das einen kostengünstigen und herstellerunabhängigen Abbiegeassistenten entwickelt und bereits in einen Teil seiner Lkw-Flotte verbaut hat. Durch eine installierte Kamera kann der tote Winkel des Lkw voll eingesehen werden und darüber hinaus warnen akustische Signale zusätzlich den Fahrer. „Nicht nur vorbildhaft, sondern unbedingt nachahmenswert“, lobt Krane das bereits mehrfach ausgezeichnete Projekt aus Süddeutschland und blickt dabei nach Berlin: „Regionale Unternehmen, Verbände und Behörden müssen nun auch tätig werden. Auch sie müssen ihrer Verantwortung zur Unfallprävention und zur Verkehrssicherheit gewahr werden.“ „Schon mit wenig finanziellem Aufwand kann man Großes bewirken. Die Systeme können bereits ab 1.500 Euro eingebaut werden“, fügt Karsten Schulze hinzu.

Die flächendeckende Nutzung von Abbiegeassistenten in Kombination mit der Präventions- und Aufklärungsarbeit für Kinder, wie sie beispielsweise die Verkehrssicherheit Berlin-Brandenburg GmbH oder der ADAC Berlin-Brandenburg in Zusammenarbeit mit der BVG anbieten, können das Risiko von Abbiege-Unfällen deutlich reduzieren.
 


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