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ADAC Stiftung | ADAC Stiftung | 19.06.2026

„Roller Fit“ bis 2030: ADAC Stiftung und niedersächsisches Kultusministerium bauen Mobilitätsbildung an Grundschulen aus

Immer mehr Grundschulkinder sind auf dem Tretroller unterwegs – und zählen zugleich zu den am stärksten gefährdeten Verkehrsteilnehmenden. Das Programm „Roller Fit“ verbindet Verkehrssicherheit, Bewegung und Mobilitätskompetenz. Die ADAC Stiftung und das niedersächsische Kultusministerium setzen ihre Zusammenarbeit nun bis 2030 fort, mit dem Ziel, künftig jede Zweitklässlerin und jeden Zweitklässler im Land zu erreichen.

Roller Fit in Niedersachsen - verlängert bis 2030

Kinder früh sicher, selbstständig und gesund mobil machen: Mit diesem Ziel führen die ADAC Stiftung und das Niedersächsische Kultusministerium ihr Mobilitätsbildungsprogramm „Roller Fit“ fort. Kultusministerin Julia Willie Hamburg, Christina Tillmann, Vorständin der ADAC Stiftung, und Michael Weber, Sprecher des geschäftsführenden Vorstands des ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt e.V., unterzeichneten dazu heute an der Grundschule Gartenheimstraße in Hannover einen Kooperationsvertrag, der das Programm bis zum Jahr 2030 verstetigt. „Roller Fit“ kombiniert Bewegungsförderung, Verkehrssicherheit und Mobilitätskompetenz – spielerisch und altersgerecht.

Seit dem Start als Modellprojekt im Jahr 2024 hat „Roller Fit“ in Niedersachsen mehr als 25.500 Kinder erreicht. Fünf „Roller Fit“-Mobile sind dafür in Hannover, Lüneburg, Osnabrück, Oldenburg und Göttingen im Einsatz. Mit der Verlängerung wird das Programm landesweit ausgebaut: Innerhalb von fünf Jahren sollen alle 1.655 Grundschulen erreicht werden, sodass künftig jede Zweitklässlerin und jeder Zweitklässler in Niedersachsen teilnehmen kann. Das sind insgesamt rund 82.000 Kinder. Fest verankert ist „Roller Fit“ dazu im niedersächsischen Fahrradmobilitätskonzept.

Der Bedarf ist hoch. Kinder zählen weiterhin zu den besonders gefährdeten Verkehrsteilnehmenden. Zugleich bewegen sich viele Kinder zu wenig. Nur etwa ein Viertel erreicht die von der Weltgesundheitsorganisation empfohlenen 60 Minuten Bewegung pro Tag. Genau hier setzt „Roller Fit“ an: Das Programm stärkt Gleichgewicht, Koordination und Reaktionsfähigkeit, schult sicheres Verhalten im Straßenverkehr und bereitet zugleich auf das Fahrradfahren vor.

„Mit ‚Roller Fit‘ investieren wir bewusst früh in die Gesundheit von Kindern, in ihre Sicherheit im Straßenverkehr und in ihre Freude an aktiver Mobilität“, sagt Christina Tillmann, Vorständin der ADAC Stiftung. „Die Verlängerung der Kooperation in Niedersachsen zeigt, wie wirkungsvoll Prävention sein kann, wenn Bildung, Bewegung und Mobilität zusammengedacht werden. Unser Anspruch ist klar: Jedes Kind soll die Chance haben, sicher und selbstbewusst mobil zu sein.“

„Übung, Selbstbewusstsein und Erfahrung im Straßenverkehr schaffen Sicherheit. Gleichzeitig fördert Bewegung die Gesundheit. ‚Roller Fit‘ verbindet beides auf überzeugende Weise“, betont Kultusministerin Julia Willie Hamburg. „Die Verstetigung ist ein starkes Signal für die Gesundheit und das Wohlergehen unserer Kinder im Straßenverkehr.“

„Seit 2024 engagieren wir uns mit ‚Roller Fit‘ in Niedersachsen für mehr Sicherheit und Mobilitätskompetenz von Kindern. Frühzeitige Mobilitätsbildung ist ein wichtiges Fundament für sicheres und selbstständiges Verhalten im Straßenverkehr. Deshalb sind wir stolz darauf, dass dieses erfolgreiche Angebot künftig an noch mehr Grundschulen in Niedersachsen umgesetzt wird“, unterstreicht Michael Weber.

Getragen wird „Roller Fit“ in Niedersachsen maßgeblich von den drei ADAC Regionalclubs Niedersachsen/Sachsen-Anhalt, Hansa und Weser-Ems, die die „Roller Fit“-Mobile finanzieren und das Programm in die Fläche bringen. Für die Umsetzung im Schulsystem arbeiten die ADAC Stiftung, das Kultusministerium, das niedersächsische Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) und die Fachberatung Mobilität eng zusammen. Das Programm umfasst Fortbildungen für Lehrkräfte, ein Starterpaket mit Unterrichts- und Bewegungsmaterialien, die mobilen Trainingseinheiten samt Leihrollern sowie eine Zertifizierung der Schulen.

Über die ADAC Stiftung:
Die ADAC Stiftung konzentriert sich in ihrer Arbeit auf zwei Themen: Mobilität und Lebensrettung. Sie setzt sich dafür ein, dass alle Menschen in Deutschland ihrem Bedürfnis nach Mobilität sicher und nachhaltig nachkommen können. Und dass Menschen mit akuten Verletzungen oder in lebensbedrohlichen Situationen im ganzen Land schnelle und wirksame Hilfe erhalten. Zudem fördert sie mit der Einzelfallhilfe gezielt die soziale Teilhabe von Unfallopfern und ihren Familien.
Die Stiftung ist 2016 gegründet worden. Seit Anfang 2017 ist sie alleinige Gesellschafterin der gemeinnützigen ADAC Luftrettung und fördert interdisziplinäre Projekte im Rettungswesen.

Die ADAC Stiftung unterstützt Schulen mit Expertise und den kostenlosen Programmen „Aufgepasst mit ADACUS“, „Roller Fit“ und „Achtung Auto“. Damit werden Kinder frühzeitig befähigt, sich sicher, umweltbewusst und rücksichtsvoll im Straßenverkehr zu bewegen. 2025 erreichte die ADAC Stiftung mit ihren Programmen über 590.000 Kinder und Jugendliche, was sie zum führenden zivilgesellschaftlichen Mobilitätsbildungsanbieter an Kitas und Schulen in Deutschland macht.

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