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ADAC SE | Versicherungen & Finanzdienste | 07.02.2017

Wer bezahlt im Notfall den Krankenrücktransport?

• Fünf Fragen an den Leiter des ADAC Ambulanzdienstes
• „Im schlimmsten Fall ist der Patient finanziell ruiniert“

Medien

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Presse Ansprechpartner

Jochen Oesterle

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(ADAC-Schutzbrief Versicherungs-AG) Wer im Ausland krank wird oder sich verletzt, ist im schlimmsten Fall finanziell ruiniert. Warum, das erklärt Dimitrios Tsiktes, der Leiter des ADAC Ambulanzdienstes. Fünf Fragen und Antworten zum Thema Auslandskrankenschutz und Krankenrücktransport.

1. Krank im Ausland – das wünscht man keinem Urlauber. Und dennoch passiert es jeden Tag?

Antwort: Ja, auch 2016 hatte der ADAC Ambulanzdienst der ADAC-Schutzbrief Versicherungs-AG wieder alle Hände voll zu tun. Rund 55.000 kranke oder verletzte Urlauber mussten medizinisch betreut werden. Für rund 12.100 dieser Patienten wurde eigens ein Rücktransport in ein Krankenhaus in der Heimat organisiert. Aus dem Ausland ist das oft eine sehr kostspielige Geschichte. Vor allem, wenn ein Ambulanzflugzeug zum Einsatz kommt.

2. Was kostet denn so ein Spezialflug, z.B. von den Kanarischen Inseln?

Antwort: Die ADAC SE betreibt über das Tochterunternehmen Aero-Dienst GmbH & Co. KG in Nürnberg unter anderem vier fliegende Intensivstationen – darunter auch zwei Großraum-Ambulanzflugzeuge für bis zu zehn Patienten. Grundsätzlich gilt: Je länger der Flug, desto teurer wird er. Je nach Maschinentyp kostet ein ADAC-Ambulanz-Sonderflug von den Kanarischen Inseln nach Deutschland bis zu 45.000 Euro. Ein Intensivtransport aus Mexiko zum Beispiel kann bis zu 70.000 Euro kosten. Und aus Asien oder Australien kommen schnell bis zu 130.000 Euro zusammen.

3. Werden diese Kosten von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen?

Antwort: Leider nein. Ein Krankenrücktransport in eine Klinik in Deutschland ist generell nicht über die Kasse abgedeckt. Egal in welchem Land Sie Urlaub machen. Wer in so einem Fall keinen zusätzlichen Auslandskrankenschutz abgeschlossen hat, riskiert im schlimmsten Fall den finanziellen Ruin. Deshalb raten sämtliche Verbraucherschützer, ja sogar die gesetzlichen Krankenkassen selbst, bei Auslandsreisen auf jeden Fall einen Auslandskrankenschutz abzuschließen. Den gibt es für die ganze Familie bei der ADAC-Schutzbrief Versicherungs-AG ab 21,80 Euro im Jahr.

4. Was ist mit den Arzt- und Krankenhauskosten? Bekomme ich zumindest diese Ausgaben von der Kasse bezahlt?

Antwort: Auch bei der Übernahme von Arzt- oder Krankenhauskosten sieht es für Urlauber oft schlecht aus, denn außerhalb von Europa bezahlt die gesetzliche Kasse überhaupt nichts. Und auch innerhalb von Europa wird oft nur ein Bruchteil der Behandlungskosten übernommen – wenn Sie zum Beispiel in einer Privatklinik landen. In so einem Fall werden maximal die über die gesetzliche Krankenversicherung des Urlaubslandes abgedeckten Kosten erstattet. Da bleiben dann schnell einige Tausend Euro am Patienten hängen.

5. Wie verhalte ich mich richtig, wenn ich im Ausland krank werde?

Antwort: Wer ins Ausland reist, sollte sich möglichst schon vor Beginn der Reise über die medizinische Versorgung in der Ferienregion informieren. Dies gilt vor allem für Familien mit Kindern, denn in vielen Urlaubsregionen mangelt es an geeigneten Kinderärzten, Kinderkliniken oder Fachmedizinern. Im Notfall dauert es oft zu lange, bis der richtige Arzt oder das optimale Krankenhaus gefunden ist. Die Tipps von Hotelangestellten oder Ferienhausvermietern sind in vielen Fällen keine gute Lösung. Da sich mit ausländischen Patienten gutes Geld verdienen lässt, werden erkrankte Touristen in manchen Urlaubsregionen nur zu ganz bestimmten Ärzten oder Kliniken gebracht. Im Krankheitsfall also besser den medizinischen Reiseservice des ADAC anrufen. Der ADAC Ambulanzdienst ist unter der Telefonnummer 0049 / (0)89/7676-76 erreichbar. Täglich. 24 Stunden.


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