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ADAC SE | Automotive-Dienstleistungen | 27.02.2019

Rollender Reservekanister für Elektroautos

ADAC Service GmbH fährt Pilotprojekt für mobiles Laden

Medien

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Dr. Christian Buric

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(ADAC SE) Die ADAC Service GmbH, die innovative Mobilitätsdienstleistungen für Autohersteller erbringt, sammelt im Rahmen eines Pilotprojekts Erfahrungen beim mobilen Laden. Hierzu setzt sie je ein Elektrofahrzeug von Hyundai in Duisburg und Hamburg ein. Die Fahrzeuge erbringen Ladehilfe für andere Elektroautos. Der neue Service für havarierte Stromautos richtet sich nicht an ADAC Mitglieder, sondern ist eine lokal begrenzte Assistance-Dienstleistung im Auftrag der Hersteller.

Beim eingesetzten Fahrzeugmodell handelt es sich um einen Hyundai IONIQ Mobile Charger. „Technologisch herausfordernd ist, dass dieses Stromspenderfahrzeug auch selbst rein elektrisch unterwegs ist“, so Ludger Kersting, Geschäftsführer der ADAC Service GmbH. Die beiden fahrenden e-Lader sind zunächst zwei Jahre in den Ballungsräumen Duisburg und Hamburg im Einsatz. „Die Neuzulassungen von e-Autos nehmen zu. 2020 werden die Hersteller mit vielen neuen Modellen auf den Markt kommen. Für uns ist es deswegen wichtig, möglichst frühzeitig Erfahrungen im Ladehilfebereich zu sammeln“, so Ludger Kersting.

Im Pilotprojekt geht es um das sogenannte V2V-Charing (Vehicle-to-Vehicle): Ein Spenderfahrzeug lädt ein anderes Elektroauto, das ohne Strom liegengeblieben ist, auf. Geladen wird mit Gleichstrom (DC-DC). Verwendet werden CCS-Stecker (Combined Charging System). Der CCS-Stecker wurde in der EU 2014 als Standard für das Schnellladen festgelegt.

Mit einem Ladevorgang von etwa 15 Minuten kann eine Fahr- bzw. Streckenleistung von 25 Kilometern erreicht werden. Damit gelangt ein Elektrofahrzeug, vor allem in Ballungsräumen, zur nächsten Lade-Destination und kann dann dort länger aufladen.

Damit das Stromspenderfahrzeug nach einem Ladehilfevorgang nicht selbst kraftlos wird, ist ein spezieller Mechanismus eingebaut: Sobald der Ladezustand des energieliefernden Hilfe-Autos selbst unter 30 Prozent sinkt, wird der Ladehilfevorgang automatisch abgebrochen. Bei einer Anfahrt von ca. 20 Kilometern und einem Energiespendeeinsatz von beispielsweise 5 kWh kommt der IONIQ dann immer noch mehr als 100 Kilometer weit. Bei voller Batterie hat der IONIQ electric eine Reichweite von etwa 200 Kilometern.

Im ADAC YouTube-Kanal erklärt Dr. E, virtueller Experte in Sachen Elektromobilität, diese Art des mobilen Ladens.

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