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ADAC e.V. | Verkehr | 24.01.2020

ADAC neutral zum Tempolimit auf Autobahnen

Umfassende Faktenklärung statt Empfehlung an die Politik

© Shutterstock/igorstevanovic

Angesichts des unklaren Meinungsbildes in Bevölkerung und ADAC Mitgliedschaft enthält sich der ADAC bis auf weiteres einer Empfehlung an die Politik zum allgemeinen Tempolimit auf Autobahnen. Zusätzlich ergibt sich aus bisherigen Studien und Statistiken ein sehr heterogenes Bild zu den Wirkungen eines Tempolimits sowohl bezüglich des Klimaschutzes als auch mit Blick auf die Verkehrssicherheit.

„Unsere Mitglieder positionieren sich in eigenen Umfragen zum Tempolimit auf Autobahnen nicht mehr eindeutig. Sie sind stattdessen wie die Gesellschaft insgesamt in Befürworter und Gegner des Tempolimit gespalten. Der ADAC ist ein Verein und insofern seinen Mitgliedern verpflichtet, der starken Polarisierung Rechnung zu tragen. Wenn darüber hinaus die Faktenlage bezüglich der Wirkungen eines Tempolimits unklar und teilweise widersprüchlich ist, ist eine neutrale Position eine logische Konsequenz“, erklärt ADAC Vizepräsident für Verkehr, Gerhard Hillebrand.

Der ADAC selbst wird das Thema umfangreich wissenschaftlich aufbereiten, um eine belastbare Entscheidungsgrundlage zu haben. Richtig bleibt, dass Autobahnen die sichersten Straßen in Deutschland sind. Dort werden pro Jahr etwa ein Drittel aller Kraftfahrzeugkilometer gefahren. Der Anteil der Verkehrstoten aber ist im Vergleich dazu mit rund 13 Prozent unterdurchschnittlich.

Hillebrand: "Wichtig ist es, Grenzen und Möglichkeiten eines Tempolimits für die Verkehrssicherheit und den Klimaschutz genau zu untersuchen. Insbesondere hinsichtlich der Wirkungen auf die Verkehrssicherheit liegen die heutigen Schätzungen noch weit auseinander. Deshalb ist eine wissenschaftliche Untersuchung, die über einzelne Pilotstrecken hinausgeht, unabdingbar."

 


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