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ADAC e.V. | Tests | 22.10.2026

ADAC testet Rauchwarnmelder: Ein Modell fällt im Schwelbrand-Test durch

Elf von zwölf Geräten erfüllen ihre Aufgabe zuverlässig / Günstige Rauchwarnmelder überzeugen

©ADAC/Ralph Wagner

Rauchwarnmelder können im Ernstfall Leben retten. Doch nicht jedes Gerät warnt bei einem Brand zuverlässig. Das zeigt ein aktueller ADAC Test von zwölf Rauchwarnmeldern. Während elf Modelle bei der Rauchwarnung überzeugen, fällt ein Gerät bei einer der Brandprüfungen durch: Der Pyrexx XSD100 V3-Q gab beim Prüfbrand TF2, einem Pyrolyse-Schwelbrand, keine rechtzeitige und dauerhafte Warnung ab. Der ADAC bewertete das Modell deshalb mit der Gesamtnote 5,0 („mangelhaft“).

Testsieger mit der Note 1,7 ist das Modell von FireAngel (FA6120-INT) für rund 16 Euro. Das Gerät überzeugte insbesondere mit seiner zuverlässigen Warnfunktion, einer hohen Robustheit gegen Fehlalarme und gut hörbaren Warntönen. Einziger Kritikpunkt beim Testsieger ist die im Betrieb blinkende LED, die insbesondere im Schlafzimmer stören könnte. Dass guter Schutz nicht teuer sein muss, zeigt der Logilink SC0016. Mit einem Preis von knapp 9 Euro ist er das günstigste Gerät im Test und erreicht dennoch die Gesamtnote 2,3 („gut“). Insgesamt schneiden zehn der zwölf Rauchwarnmelder mit „gut“ ab, ein weiteres Modell erhält die Note „befriedigend“.

Wegen seines Ergebnisses beim Prüfbrand TF2 wurde der Pyrexx XSD100 V3-Q nach dem Bewertungsschema auf „mangelhaft“ abgewertet: Keines der sechs im Beisein eines unabhängigen Sachverständigen geprüften Exemplare gab bei diesem Prüfbrand eine rechtzeitige und dauerhafte Warnung ab. Der Prüfbrand TF2 simuliert nach DIN EN 14604 einen langsam entstehenden Schwelbrand von Holz, bei dem durch thermische Zersetzung Rauch ohne offene Flammen erzeugt wird. Bei einem offenen Flüssigkeitsbrand, wie er bei der Entzündung brennbarer Flüssigkeiten entstehen kann, löste das Gerät dagegen zuverlässig aus. Der XSD100 V3-Q wird nach Angaben des Herstellers seit April 2026 nicht mehr verkauft. Der ADAC informiert dennoch über das Ergebnis, weil bereits verkaufte Geräte weiterhin in Haushalten eingesetzt werden.

Der ADAC empfiehlt Verbrauchern, beim Kauf von Rauchwarnmeldern nicht allein auf den Preis zu achten, sondern insbesondere auf eine zuverlässige Warnfunktion, verständliche Montage- und Bedienungsanleitungen sowie eine gut erreichbare Testtaste. Die Geräte sollten unbedingt entsprechend den Herstellerangaben montiert und mindestens einmal jährlich auf ihre Funktion überprüft werden. Beispielsweise sind nicht alle Melder auch für die Wandmontage freigegeben. Es empfiehlt sich zudem, die Testprüfungen zu protokollieren. Nach einem Sturz auf den Boden sollte ein Rauchwarnmelder vorsorglich ersetzt werden. Die Versuche des ADAC zeigten, dass die verbaute Technik dabei beschädigt werden kann und unter Umständen im Brandfall keine ausreichende Warnung mehr ausgegeben wird.

Für den Test untersuchte der ADAC zwölf batteriebetriebene Rauchwarnmelder mit einer vom Hersteller angegebenen Batterielebensdauer von mindestens zehn Jahren. Alle Geräte gehören zum günstigen Einstiegssegment (9 bis 30 Euro, Preisstand Februar 2026) und verzichten auf eine Vernetzung oder App-Anbindung. Bewertet wurden die Zuverlässigkeit der Warnung (50 Prozent), die Handhabung (20 Prozent), die Robustheit gegen Fehlalarme (15 Prozent) und die Lautstärke der Warnungen (15 Prozent). Neben praktischen Untersuchungen wurden auch umfangreiche Funktionsprüfungen im als Produktzertifizierungsstelle zugelassenen Testlabor KRIWAN Testzentrum GmbH durchgeführt.

Alle Ergebnisse im Detail lesen Sie auf adac.de

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